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Bewegte Bilder sagen mehr als tausend Worte:

Voraussetzung zur Verpaarung ist natürlich, dass die potentiellen Elterntiere gesund und nicht direkt miteinander verwandt sind.
Erstes Paarungsinteresse zeigt das Männchen im Alter von etwa einem Jahr. Circa zwei bis 4 Wochen nach Vollendung der Winterruhe zeigt das Männchen starkes Kopfnicken, worauf das Weibchen mit Armbewegungen (Winken) reagiert. Oftmals ist zu beobachten, dass das Weibchen versucht, sich den Annäherungsversuchen des Männchens zu entziehen oder ebenfalls mit Kopfnicken zu entgegnen.

Das Männchen umkreist das Weibchen mit dem Ziel, den Paarungsbiss am Nacken des Weibchens ansetzen zu können. Um seine Kloake auf der Partnerin zu positionieren, kratzt er auf ihrem Rücken, bis sie ihren Schwanz so hochhält, dass er einen der beiden Hemipenes in ihre Kloake einführen kann. Dieser Akt hält nur kurze Zeit an, woraufhin sich die beiden wieder trennen.

Nach einer erfolgreichen Paarung dauert es noch ungefähr sechs Wochen bis zur ersten Eiablage (Durch eine Befruchtung können auch mehrere Ablagen erfolgen!). Der spätere Nachzuchterfolg ist wesendlich abhängig von der Versorgung des Weibchens während der Trächtigkeit. Die Eier zeichnen sich nach einiger Zeit deutlich an den Seiten ab.

Vor der Eiablage wird das Weibchen sichtbar unruhiger, stellt oftmals das Fressen ein und sucht nach einem geeignetem Eiablageplatz. Die Suche kann mehrere Tage bis zu einer Woche andauern. Es ist darauf zu achten, dass man mehrere feuchte Teilbereiche im Terrarium einrichtet. Diese Stellen sollten einen Bodengrund von ca. 20cm Höhe aufweisen und feucht jedoch nicht nass gehalten werden. Beobachtet man, dass das Weibchen ein gegrabenes Loch nicht zur Eiablage nutzt, sollte dieses wieder zugeschüttet werden, um ihr die Möglichkeit eines neuen Versuches zu geben.

Ist ein geeigneter Platz gefunden, legt sie aus meiner Erfahrung 12 bis 18 Eier auf dem Grund ab. Anschließend verschließt sie das Loch durch klopfen mit dem Halsbereich so gut, dass nicht gleich erkennbar ist wo die Eier liegen. Wichtig ist es, dass die Eier einige Stunden im Sand verbleiben, da sie erst aushärten müssen. Die Suche kann sehr zeitaufwendig sein, da man sehr vorsichtig und langsam vorgehen muss, um die Eier nicht zu beschädigen. Die Eier dürfen bei der Entnahme nicht gedreht werden, da es sonst passieren kann, dass der Embryo unter den Dottersack gerät und somit regelrecht erdrückt wird.

Die entnommenen Eier werden nun in einen geeigneten Brutkasten (Inkubator) überführt.

Inkubation