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Hier eine kleine Übersicht:

Heimchen
Kurzflügelgrille
Steppengrille
Mittelmeergrille / Zweifleckgrille
Heuschrecke
Terflies (flugunfähig)
Mehlwurm
Wachsmade
gemeine Stubenfliege
gemeine Heuschrecke (in Deutschland vorkommend)
gemeine Heuschrecke (in Deutschland vorkommend)

 

Artenbeschreibung

Leider hat jedes Futtertier seine Vor- und Nachteile. Das eine ist Dämmerungs- bzw. Nachtaktiv, das andere ist wiederum kaum aktiv und wird somit nicht von den Henrys wahrgenommen.

Heimchen z.B. sind in der Dämmerung und Nachts aktiv. Wenn sie eine Ritze oder sonstigen Unterschlupf finden, sieht man sie den ganzen Tag nicht mehr. Erst spät kriechen sie wieder aus ihrem Versteck und können den Zwergbartagamen zusetzen. Generell sollte man darauf achten, Heimchen Nachts aus dem Terrarium zu entfernen, damit die Henrys in Ruhe nächtigen können ohne ständig angeknabbert zu werden.
Am einfachsten geht dies mit einer selbstgebauten Heimchenfalle: Man nehme eine kleine Plastikdose mit ausreichender Höhe (ab 5 cm) und versenke sie am Rand des Terrarium bündig im Boden. Am Rand des Deckels schneidet man ein ca. 2x2cm Loch hinein und platziert die Öffnung an der zur Terrariumwand. Nachts fallen die Heimchen nichts ahnend in die Falle und kommen selbstständig nicht mehr heraus. Morgens entnimmt man den Deckel damit die Heimchen wieder heraushüpfen können! Steppengrillen und Kurzflügelgrillen sind mit dem gleichen Trick einfach einzufangen.

Zweitere sind etwas flinker als Heimchen und stellen eine echte Herausforderung zur Jagd dar. Ich persönlich rate von dieser Art ab, weil sie die ganze Nacht in einer mords Lautstärke zirpen. Wenn ihnen der Ausbruch gelingen sollte, sind sie fast nicht mehr aus der Wohnung zu bekommen. Eine echte Plage!

Mittelmeergrillen sind recht aktiv und verstecken sich nicht so viel wie Heimchen. Sie laufen auch Tagsüber durch das Terrarium und sorgen bei den Agamen für Appetit. Positiv an dieser Art ist, dass sie nicht sehr flink ist. Eine heranpirschende Zwergbartagame wird meist nicht bemerkt. Leider besitzt diese Grille einen festen Chitinpanzer und einen starken Eigengeruch. Dies kann dazu führen dass sie als Futter nicht angenommen wird!

Wanderheuschrecken sind wenig aktiv und sitzen oft stundenlang an der gleichen Stelle. Nachteile sind mir persönlich bisher zu dieser Art nicht bekannt.

Terflies und Stubenfliegen sind die "furchtlosen Draufgänger" unter den Futtertieren - denn sie platzieren sich quasi immer an den Sonnenplätzen im Terrarium, was das Erlegen sehr vereinfacht. Sie haben meist keine Chance und werden sehr gerne als Futter angenommen. Bei flugfähigen Fliegen ist die meiste Bewegung im Terrarium festzustellen. Dann herrscht volle Aufregung...

Mehlwürmer und Wachsmaden sind sehr langsam und daher leichte Beute. Bei Mehlwürmern ist darauf zu achten dass man sie nicht in großen Mengen verfüttert. Dies käme einem täglichem Mc Donalds Besuch gleich! Leider sind sie recht robust und fressen sich gerne zum Nisten in Holzwurzeln. Dort tauchen sie erst wieder nach einiger Zeit als Mehlkäfer auf, die einen sehr harten Chitinpanzer besitzen.

Die in Deutschland vorkommenden Heuschrecken verfüttere ich jeden Sommer gerne. Sie bieten eine weitere Möglichkeit den Speiseplan abwechslungsreich zu gestalten. Ab einer Gesamtlänge der Henrys von ca. 15cm kann ich sie empfehlen!

 

Wer seine Futtertiere längere Zeit aufbewahren will/muss, kommt nicht daran vorbei, die Futtertiere in einer extra Box zu halten. Hierzu bietet sich die "Faunabox" an. Diese sollte aber in regelmäßigen Abständen von ca. 2 Wochen gesäubert werden. Bereits nach einigen Tagen bemerkt man einen etwas strengen Geruch! Offene Wasserstellen sind generell zu vermeiden, ansonsten ertrinken Unmengen von Heimchen oder Grillen. Vermeiden kann man es einfach indem man stets einen feuchten Schwamm oder eine Vogel/Hamstertränke anbietet. Als Futter verwende ich Salate, Obstsorten, Löwenzahn, Gresse und im Sommer gibt es frisches Gras für die Heuschrecken.

Meine Heuschrecken halte ich in einem extra dafür bestimmten Terrarium mit den Maßen 40x50x60 (BTH). Durch einen 100W Spot sorge ich für eine Temperatur von ca. 30°C.